In meinen Ohren perfekt
Verwende die Lautsprecher gemeinsam mit einem NuSub XW 900 und kann nur sagen es ist echt erstaunlich wie gut das klingt. Ich hatte vorher einen anderen Preis-Leistungstipp aus Deutschland, das Syrincs M3-220 über 10 Jahre im Einsatz (Neupreis damals zwischen 400 und 500€, heute nicht mehr erhältlich) und wusste schon, dass ich eher neutral abgestimmte Lautsprecher mag. Die Syrincs waren zwar nett, aber sind etwas dunkler als die Nuberts abgestimmt, haben ein Hochtonhorn, statt einer Kalotte und deutlich weniger Leistung, wodurch schneller mal was im Hochton verschluckt wird. Die XS 3000 lösen wirklich wahnsinnig fein auf und verschlucken gar nichts. Der XW 900 schiebt dazu noch kräftig untenrum an und geht sehr sehr tief runter. Habe in einer Wohnung noch nie einen so mächtigen Sub gehört. Die room correction macht ihren Job an sich okay, greift aber eher subtil ein. Ich habe mir inzwischen etwas mehr Mühe gemacht und die Raummoden mit einem parametrische EQ am PC korrigiert, was sich nochmal wirklich gelohnt hat. Die Messung zur Raumkorrektur gibt ja schonmal etwas Aufschluss, wo die Moden sind und dann kann man das z. B. mit dem kostenlosen Apo Equalizer und ein paar Testtönen bzw. Frequencysweeps ziemlich easy optimieren. Danach ist der Bass auch erstaunlich präzise und dröhnarm geworden. Laufzeiten sind ziemlich perfekt, die Kraft einzelner Töne und Instrumente wird authentisch abgebildet und die Lautstärken, die man erreichen kann grenzen an Körperverletzung. Elektronische Musik ist eigentlich immer spot-on, sofern die Produktion gut ist. Bei Musik mit mehr Einsatz von Stimmen wie Rock, Metal und amerikanischem Rap kann es sich je nach Qualität des Mixes lohnen den Klang mit dem 240 Hz Band des EQ etwas anzudicken und mit dem Mid-High Regler nachzuregulieren, wenn dabei zu viele Details verloren gehen. Beispielsweise Ride the Lightning von Metallica ist als Album insgesamt halt sehr dünn abgemischt, lässt sich aber mit + 3 db im 240 Hz Band und + 1 bis 1,5 db am Mid-High Regler Leben einhauchen. Bei Rap (z. B. Eminem) reicht dagegen schon eine 240 Hz Anhebung um 1 db mit ggf. 0,5 db Mid-High Boost, um die Stimme etwas organischer klingen zu lassen und in den Vordergrund zu holen. Viele Bands und Künstler sind aber auch von Haus aus so abgemischt, dass man nicht am EQ herumdoktorn muss. Ohne den Sub empfiehlt sich manchmal auch der Einsatz der Loudness-Funktion. Heimkino ist auch super, wenn auch weniger mein Fokus. Wenn da beispielsweise eine Tür zugeschlagen wird klingt es beinahe so real, als wäre das wirklich in meinem Zimmer passiert. Es wirkt nicht als käme der Ton aus einem Lautsprecher. Auch hier kann man manchmal mit einer leichten Anhebung bei 240 Hz die Stimmen natürlicher klingen lassen, kommt aber auch hier auf die Produktion an. Wenn man die genannten Kniffe kennt, wüsste ich nicht, was man an dem System klanglich in meinem Raum verbessern sollte.